Montessori Teil 2
Montessori-Kindergarten heißt eigenständige Verantwortung
Die Pädagogik in einem Montessori-Kindergarten fördert nicht nur die individuelle Entwicklung der Kinder und die Ausbildung ihrer Eigenständigkeit, auch soziale Kompetenzen werden groß geschrieben. Es wird der sensible Umgang mit Mensch und Natur gelebt und erzogen. Die charakterliche Ausbildung von Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl – sowohl für sich selbst, als auch für andere und die Natur – sind immer zentrale Prinzipien dieser Erziehung.
Es gibt auch Montessori-Kindergärten, die als integrative Kindergärten angelegt sind. Dort werden sowohl Kinder mit und ohne körperliche oder geistige Beeinträchtigungen betreut.
Der Montessori-Pädagogik liegt das Gleichheitsprinzip zugrunde, wonach eine Montessori-Einrichtung allen Kindern offen stehen sollte. Wie aber ein Montessori-Kindergarten aufgebaut ist, unterscheidet sich je nach Einrichtung.
Freies Ausleben in Freiarbeit aber auch Ruhig sein in Stillarbeit
Zwei wichtige Techniken nach Montessori und so auch im Einsatz im Montessori-Kindergarten ist die Still- und Freiarbeit. Die Freiarbeit soll den Kindern die Beschäftigung nach ihren individuellen Neigungen ermöglichen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Kinder am besten das lernen, was sie interessiert.
Die Stillarbeit bedeutet Zeiten am Tag, in denen sich still verhalten wird. Tatsächlich wird es dann mucksmäuschenstill in dem Montessori-Kindergarten. Es kehrt damit nicht nur Ruhe ein, die Kinder kommen auch zur Ruhe.